Zimmer_zu_vermieten

Wohnung frei? In Spanien gibt es keinen Mangel an Unterkünften. In der Immobilienkrise werden nun viele Appartements und Zimmer vermietet. (Bild: spanienlive.com)

SPANIEN LIVE Service - Auf Zimmersuche in Spanien? Gerade junge Leute, die für ein Semester, ein Praktikum, einen Au-pair-Aufenthalt, zum Jobben oder einfach zum Schnuppern nach Spanien kommen, benötigen oft nur für ein paar Monate eine Wohngelegenheit. Etwa ein Zimmer in einer netten Wohngemeinschaft mit anderen jungen Leuten oder in der Wohnung einer spanischen Familie. Angebote gibt es in allen Städten reichlich. SPANIEN LIVE gibt Tipps, wie man eine Unterkunft suchen kann.

Am einfachsten ist die Zimmersuche übers Internet. Dutzende Wohnungs- und Immobilienportale bieten, meist kostenlos, bei der Zimmersuche ihre Dienste an und haben in den Städten überraschend viele Angebote. Man kann auch gratis Zimmer-Such-Anzeigen aufgeben, was aber angesichts der zahlreichen Offerten kaum nötig ist. Die Zimmerpreise reichen von etwa 200 bis 400 Euro im Monat, der Durchschnitt liegt bei rund 300 Euro. Das ist nicht billig, aber immer noch günstiger und vielleicht sogar unterhaltsamer als in einem Ein-Sterne-Hotel.

 Am einfachsten ist es, am Computer-Bildschirm zu suchen – Die meisten Zimmerofferten findet man im Internet

Am PC-Bildschirm kann man bequem Wochen oder auch schon Monate im Voraus etwas Passendes aussuchen, die Unterkunft auf Fotos sehen, etwas über die Mitbewohner erfahren und gegebenenfalls per Telefon oder E-Mail den Kontakt herstellen. Übrigens: Wenn man zu Semesterbeginn nach Spanien kommen will, sollte man mit der Zimmersuche nicht bis zum letzten Moment warten, denn dann stehen viele Studenten in der Bewerberreihe.

Als ausländischer Student lohnt es sich auch, auf der Homepage jener Universität vorbeizuschauen, an der man studieren will. Dort gibt es oftmals virtuelle Zimmerbörsen („bolsa de alojamiento“), vielleicht auch Hinweise auf empfehlenswerte lokale Suchportale und die Adressen von Studentenheimen. Den Erasmus-Studenten wird zuweilen sogar von der Uni eine Zimmervermittlung angeboten.

 Sogar eine deutsche Vermittlung für WGs und Zimmer ist in Spanien aktiv – Viele Suchportale im Netz

Wer übrigens schon Kontakte in Spanien hat, sollte diese auch nutzen: Eine Empfehlung ist immer hilfreich, um eine nette WG oder ein gutes Internet-Wohnungsportal zu finden. Da Spanien bei Erasmus-Studenten, Au-Pairs und Langzeit-Urlaubern zu einem der beliebtesten Ziele gehört, dürfte es nicht so schwer sein, schon mal vor der Abreise Erfahrungen über die Zimmersuche auszutauschen. Auch Facebook kann dabei helfen.

SPANIEN LIVE hat sich einige spanische Zimmerportale angeschaut, die einen guten Eindruck machen: Etwa Pisocompartido, was sich mit „Wohngemeinschaft“ übersetzen lässt. Auch Idealista ist übersichtlich, erlaubt sogar eine Navigation auf Deutsch. Ebenfalls in deutscher Sprache kann man auf Fotocasa suchen. Yaencontre oder Iberpisos sind gleichfalls nicht schlecht. Es gibt sogar unter dem Namen WG-Gesucht eine deutsche Zimmerbörse, die auch in Spanien vermittelt.

 Bei der Kontaktaufnahme via Internet gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen – Denn auch auf dem Mietmarkt sind nicht alle ehrlich

In den Portalen sucht man entweder unter „compartir“ (WG) oder „alquiler“ (Zimmer mieten). In großen Städten wie Madrid, Barcelona oder Sevilla kann sogar nach Stadtteilen gesucht werden. Die meisten Webseiten haben gemein, dass man als registrierter Benutzer mehr Leistungen nutzen kann, etwa das Speichern von Angeboten im Benutzerprofil. Übrigens: Auch in der Zimmer-Vermietungsszene sind schwarze Schafe unterwegs wie dankenswerterweise das Portal Idealista unter dem Stichwort „zweifelhafte Praktiken“ berichtet.

Bemerkenswert ist, dass nicht nur Studenten-Wgs Zimmer anbieten. In der spanischen Wirtschaftskrise, die viele Spanier in Geldnot bringt, vermieten immer mehr Familien, Rentner, Singles ein Zimmer in ihrer Wohnung oder in ihrem Haus, um so ihr Einkommen etwas aufzubessern. Deswegen haben sich die Wg- und Zimmerangebote in Spanien in letzter Zeit vervielfacht. 

Ach ja, und wer mal ganz auf dem Schlauch steht und für ein paar Tage eine kostenlose Unterkunft braucht: Es gibt auch noch Couchsurfing, wo nicht nur ein Sofa oder ein Bett geboten werden, sondern zudem ein kultureller und kommunikativer Austausch - da bezahlt der Gast für die Gastfreundschaft mit kultureller Offenheit und interessanten Gesprächen. ze/spb