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Deutsche_auf_Mallorca

Flagge zeigen: Eine deutsche Familie am Strand auf Mallorca. (Bild: SpanienLive.com) 

SPANIEN LIVE - 09.03.2012 - Spanien bleibt das beliebteste Auslandsreiseziel der Deutschen - auch wenn die Stimmung zwischen den beiden Ländern in letzter Zeit getrübt ist. Kaum ein Tag vergeht, an dem Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht in irgendeinem spanischen Medienkommentar heftig kritisiert wird. Weil das Europa-Schwergewicht Deutschland angeblich das Euro-Krisenland Spanien herumkommandiere, immer neue Sparauflagen durchsetze und dabei vor allem an seinen eigenen Vorteil denke.

„Die Merkel macht uns fertig“, stöhnen manche Leute auf der Straße. Deutschland ist im Moment ein beliebter Sündenbock: Irgendeiner muss ja daran schuld sein, dass sich Spanien auf nicht endender Talfahrt befindet.

In Spanien meckert man in der Krise gerne über die lehrmeisterlichen Deutschen – Doch das mindert die germanische Reiselust nicht

Aber auch das im Süden in Mode gekommene Bild der „egoistischen, überheblichen Deutschen“ kann den germanischen Reisestrom in Richtung spanischer Sonne nicht stoppen: Die Zahl der deutschen Spanien-Urlauber im Jahr 2011 stieg sogar leicht auf etwas über neun Millionen – und im laufenden Jahr 2012 könnten es noch mehr werden.

Die meisten zog es übrigens nach Mallorca, der liebsten Ferieninsel der Teutonen, welche auf „Malle“ das größte ausländische Touristenheer stellen. Zweitliebstes spanisches Ziel der Deutschen sind die Kanaren, danach kommt die Costa Brava.

Dieser Boom signalisiert, dass die Deutschen sich in Spanien weiterhin gut aufgehoben fühlen: Vielleich auch deswegen, weil die tiefe spanische Wirtschaftskrise mit horrender Massenarbeitslosigkeit (noch) nicht zu Revolutionsstimmung und höherer Kleinkriminalität auf den Straßen geführt hat.

Der Tourismus ist Spaniens wichtigster Wirtschaftsmotor – Ohne die Einnahmen aus dem Urlaubsgeschäft würde es im Königreich noch schwärzer aussehen

Statistisch gesehen, behauptet jedenfalls die Regierung in Madrid, sei Spanien heute sicherer als in früheren Jahren. Auch wenn das mit persönlichen Eindrücken in den Tourismushochburgen nicht unbedingt übereinstimmt. Es empfiehlt sich vielmehr, wie eigentlich schon immer, die Geldbörsen und Handtaschen gut festzuhalten.

Andererseits wissen die meisten Spanier, was sie den ausländischen Urlaubern zu verdanken haben: Der Tourismus, der immerhin gut zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, ist die einzige größere Wirtschaftsbranche, welche trotz abgrundtiefer Krise in 2011 überhaupt noch kräftig wuchs. Und die dafür sorgt, dass wenigstens noch ein bisschen Geld in den Kassen hängen bleibt.

Ohne die Reiselust der Deutschen und auch der Briten, den beiden stärksten Besuchergruppen, würde es Spanien also noch sehr viel schlechter gehen. „Der Tourismus“, titelten jüngst spanische Zeitungen, „zieht den Wirtschaftskarren aus dem Dreck.“ Ralph Schulze

 

DER DEUTSCHE SPANIEN-TOURISMUS IN ZAHLEN

Die Deutschen haben ihre klaren Favoritenziele in Spanien: 41 Prozent aller deutschen Spanienbesucher verbrachten ihren Urlaub in 2011 auf Mallorca oder den anderen Baleareninseln Ibiza, Formentera und Menorca.

Weitere 27 Prozent flogen auf die Kanarischen Inseln. Hier vor allem nach Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote.

Etwa elf Prozent legten sich an der nördlichen Costa Brava in die Sonne, neun Prozent reisten an die südliche Costa del Sol.

Im Schnitt sind die Deutschen zehn Tage in Spanien geblieben und haben 93 Euro am Tag ausgegeben.

Insgesamt kamen in 2011 rund 57 Millionen ausländische Touristen nach Spanien – knapp acht Prozent mehr als in 2010. Davon waren etwa neun Millionen oder 16 Prozent Deutsche. Die meisten ausländischen Urlauber in Spanien kommen übrigens aus Großbritannien, auf Platz zwei folgen die Deutschen, an dritter Stelle die Franzosen. ze

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