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Kathedrale_Madrid

Zu Spaniens Kathedralen zäht auch die Bischofskirche von Madrid: Fast 100 Kathedralen gibt es in ganz Spanien. Davon wurden etliche zum Weltkulturerbe ernannt. (Bild: ze)

SPANIEN LIVE Service - Kathedralen-Land Spanien: Ob in der Millionen-Hauptstadt Madrid, im galicischen 5000-Seelen-Städtchen Mondoñedo oder auf Mallorca, ohne Kathedrale geht nichts in Spanien. Auch wenn es in Madrid lange dauerte, bis das Gotteshaus fertig gestellt war: erst 1992 nämlich. Bis dahin hat die benachbarte Basilika San Francisco el Grande als Ersatz gedient, die übrigens die drittgrößte Kirchenkuppel der Welt besitzt.

Die Madrider Kathedrale ist also neu und deshalb von außen nicht so beeindruckend wie die berühmten Kathedralen von Burgos, Santiago de Compostela oder Segovia. Diese drei wurden, wie auch weitere spanische Bischofskirchen, von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Burgos hat eine der ersten gotischen Kathedralen, dort ist die Grabstätte des Nationalhelden El Cid Campeador. Im aragonesischen Jaca steht derweil die älteste romanische Bischofskirche.

Auch in kleinen Orten überraschen zuweilen große Kirchenbauten - Wobei die abseits liegenden Gotteshäuser oft die besinnlichsten Tempel sind

Die grandiose Kathedrale von Toledo ist, wegen ihrer historischen Bedeutung, noch immer symbolisch Sitz des Primas (oberbischöflicher Ehrentitel) der katholischen Kirche Spaniens – auch wenn die Macht heute beim Vorsitzenden der Bischofskonferenz liegt. Mallorcas Gotteshaus hat einen schönen Schritt in die Moderne gewagt: der Inselsohn und international gefeierte Künstler Miquel Barceló gestaltete die Petruskapelle im rechten Seitenschiff neu.

Von innen sind Kathedralen immer überwältigend. Je kleiner die Ortschaften, je weniger erwartet man die großzügige Gestaltung, die extremen Dimensionen. Je einsamer und je weniger besucht, desto besinnlicher - im Gegensatz zu manchen touristischen Trubel-Tempeln. Im Heiligen Jahr 2010 (das nächste Jakobsjahr wird 2021 sein) war die Kathedrale von Santiago ein Besucher-Magnet.

Vor allem in Andalusien spiegeln sich der maurische und der christliche Stil in manchen Kathedralen, die auf den Grundmauern von Moscheen errichtet wurden

Als Touristenattraktion weltberühmt ist auch die noch immer nicht vollendete Sagrada Familia in Barcelona, die der Architekt Antoni Gaudí entwarf und 1882 im katalanischen Jugendstil zu bauen begann. Sie ist eine Basilika und keine Kathedrale, weil sie nicht als Bischofssitz gebaut wird, und sie wurde von Papst Benedikt XVI. geweiht.

Die Mezquita von Córdoba in Andalusien zeigt besonders deutlich die verschiedenen Kulturen, die in Spanien ihren Einfluss hinterlassen haben. Die Moschee-Kathedrale vereint Elemente der arabischen und der christlichen Bauweise mit Säulen aus der Römerzeit. Eine der größten Kathedralen steht in Sevilla. Auch hier erinnert der hohe viereckige Turm, die Giralda, an das maurische Erbe der arabischen Herrschaft.

Fast hundert Kathedralen und die Sagrada Familia umfasst ein Nationaler Kathedralenplan des spanischen Kulturministeriums. Dieser soll den Erhalt der Gebäude und kostbaren Kunstschätze garantieren.

Und neben all diesen etablierten Gotteshäusern gibt es bewundernswerte private Initiativen wie die des Kathedralenbauers von Mejorada del Campo, Justo Gallego, der ganz allein und aus eigener Kraft seinen Tempel errichtet. Clementine Kügler

 

ZUR SACHE: KATHEDRALEN ALS WELTKULTURERBE 

Zum Weltkulturerbe gehören als gesamtes Bauwerk, in Bauteilen oder als Monument einer historisch wertvollen Altstadt die Kathedralen in folgenden spanischen Städten: Avila, Baeza, Burgos, Cordoba, Cuenca, Oviedo, Salamanca, Santiago de Compostela, Segovia, Sevilla, Toledo,Teruel, Zaragoza. Auch die Basilika von Barcelona zählt zum Weltkulturerbe. red

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