Mietwagen vergleichen auf Deutschlands größtem Mietwagen-Preisvergleich

Terrorgefahr Spanien verstaerkt SicherheitBesteht Terrorgefahr in Spanien? Genauso wie andere europäische Länder kann auch Spanien nicht ausschließen, dass Terroristen ein Attentat verüben. Aber die Polizei ist gut gerüstet, sie hat die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land erhöht. (Bild: Archiv)

SPANIEN LIVE - 15.07.16 - Urlauber, die mit dem Auto nach Spanien reisen, müssen sich an der französisch-spanischen Grenze in diesen Tagen auf Behinderungen einstellen. Sowohl die französische wie auch die spanische Grenzpolizei haben nach dem Terroranschlag von Nizza am 14. Juli 2016 die Kontrollen verschärft. Damit soll verhindert werden, dass mögliche Terrorhelfer des Attentäters von Nizza sich nach Spanien absetzen.

Der von Touristen viel benutzte spanisch-französische Grenzübergang auf der Mittelmeerautobahn A9/A7 zwischen Montpellier und Barcelona liegt rund 500 Kilometer von Nizza entfernt. In den letzten Monaten hatte die Polizei mehrere Verbindungen zwischen den Terrorszenen in Frankreich und Spanien entdeckt. Spanien erlebt derzeit einen historischen Touristenboom und ist nach Frankreich das meistbesuchte Urlaubsland Europas.

Nach dem jüngsten Anschlag in Nizza war auch auf spanischen Airports, Bahnhöfen und in Tourismushochburgen erhöhte Polizeipräsenz sichtbar. In Spanien gilt bereits seit einem Jahr die zweithöchste Terrorwarnstufe 4, erläuterte Innenminister Jorge Fernández Díaz. Dies bedeute, dass ein „erhebliches Risiko eines terroristischen Anschlags“ bestehe. Diese Warnstufe gelte auch weiter, sagte der Minister und beruhigte Bevölkerung und Urlauber mit den Worten: „Spanien ist vorbereitet.“

In den letzten zwölf Monaten seien in Spanien rund 130 Terrorverdächtige festgenommen worden. Die Sicherheitskräfte hätten dadurch mehrere Anschläge verhindern können. Mitte April war sogar auf der Urlaubsinsel Mallorca ein mutmaßlicher Dschihadist festgesetzt worden. Die Inselbehörden versuchten anschließend, Terrorsorgen zu zerstreuen: „Mallorca ist ein sicheres Reiseziel.“

Spanien erlebt dieses Jahr einen Rekordandrang, weil viele Urlauber, die früher nach Tunesien, Ägypten oder in die Türkei flogen, nach den dortigen Terroranschlägen umbuchten. Das spanische Königreich profitiert davon, dass es schon länger keinen Terroranschlag mehr erlebte.

Zuletzt hatten baskische Terroristen im Jahr 2009 auf Mallorca zwei Polizisten mit einer Autobombe getötet. Islamistische Terroristen schlugen zum letzten Mal 2004 zu: Damals sprengte ein Kommando in Madrid vier Vorortzüge in die Luft und tötete 191 Menschen.

Auch wenn diese Anschläge schon länger zurückliegen, mangelt es nicht an Terrordrohungen gegen Spanien: Die spanischen Sicherheitsbehörden verfolgen mit Sorge, dass Spanien regelmäßig in gewaltverherrlichenden Videos und Internetbotschaften der internationalen Terror-Organisationen IS und Al Kaida erwähnt wird.

In diesen Hetzpublikationen wird zum Beispiel dazu aufgerufen, Al-Andalus zurückzuerobern. Der arabische Name Al-Andalus bezeichnet jenen süd- und zentralspanischen Teil der iberischen Halbinsel, der im Mittelalter unter muslimischer Herrschaft stand. Auch wird die Befreiung von Ceuta und Melilla gefordert, jenen beiden spanischen Exklaven, die an der nordafrikanischen Küste liegen. Zudem wird Vergeltung für Spaniens direkte oder indirekte Unterstützung von internationalen Militärmissionen in Mali, Irak und Syrien angedroht. Ralph Schulze

Pin It
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste.
Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.