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Stier toetet Torero in Spanien

Dieser Stier tötete den Torero Víctor Barrio in der Stierkampfarena in der spanischen Stadt Teruel. (Bild: Screenshot TVE)

SPANIEN LIVE - 11.07.2016 - Es war das blutigste Stierkampf-Wochenende in Spanien seit Jahrzehnten: Drei Menschen wurden bei verschiedenen Stierspektakeln im Land getötet. Eines der Opfer ist ein professioneller Torero, der am 09. Juli 2016 beim Stierkampf in der ostspanischen Kleinstadt Teruel von einem Kampfbullen tödlich verletzt wurde. Der Stier bohrte in der Arena dem 29-jährigen Torero Víctor Barrio ein Horn direkt ins Herz.

Mallorca Stierkampf

Sieg für die Stiere auf Mallorca: Palma erklärte sich zur stierkampf-freien Stadt. Bald sollen Stierkämpfe auf ganz Mallorca verboten werden. (Bild: Mallorca Sin Sangre)

SPANIEN LIVE - 30.07.2015 -  „Wir wollen kein Mallorca mit Blut“, riefen Demonstranten in roten T-Shirts im Rathaus von Palma de Mallorca. Im Saal des Stadtparlamentes hielten die Tierschützer Schilder gegen die „grausame Quälerei“ hoch. Ihr Protest wurde erhört: Die politische Mehrheit in der Stadtvertretung erklärte Palma nun zur „stierkampf-freien Zone“.

Stiertreiben 2015

Stiertreiben in Spanien: Das Risiko, verletzt oder getötet zu werden, gehört dazu. In vielen spanischen Dörfern ist dieser fragwürdige Nervenkitzel Teil des Stadtfestes. (Bild: Archiv)

SPANIEN LIVE - 15.07.2015 - Nach dem Ende der umstrittenen Stiertreiben von Pamplona hat das Rote Kreuz eine blutige Bilanz gezogen: In den acht Bullenhatzen, die in den vergangenen Tagen in der nordspanischen Stadt stattfanden, wurden über 500 Menschen verletzt. Zehn der Läufer, die mit den Stieren durch die engen Gassen rannten, wurden aufgespießt - überlebten aber. Die meisten Verletzten erlitten blaue Flecken, Knochenbrüche oder Prellungen, weil sie bei der Bullenjagd stürzten oder niedergetrampelt wurden.

Pam gegen StierkampfEin Herz für Stiere: Tierschützerin Pam Anderson. (Bild: Peta)

 

 

 

 

 

 

 

SPANIEN LIVE - 28.10.2013 - Die Stierkampfgegner in Spanien haben prominente Verstärkung bekommen. US-Filmschauspielerin Pamela Anderson appellierte in einem offenen Brief an die spanischen Politiker, mit dem „grundlosen Abschlachten von Tieren“ endlich Schluss zu machen. Der blonde Baywatch-Star forderte Spaniens konservative Regierung auf, den „perversen“ Stierkampf nicht als historisches Kulturgut unter Schutz zu stellen, sondern komplett abzuschaffen - vergeblich.

Pamplona_-_Stiertreiben_2013

Beim Stiertreiben läuft das Risiko mit. (Bild: tur)

 

 

 

 

 

 

 

SPANIEN LIVE - 14.07.2013 - Am letzten Tag der achttägigen Stiertreiben 2013 in der nordspanischen Stadt Pamplona wurde eine junge Touristin aus Australien von einem Kampfbullen aufgespießt. Die junge Frau, welche bei der morgendlichen Hatz mitgelaufen war, wurde von einem Bullen erwischt, der mit seinem Horn die Brust der Urlauberin durchbohrte. Die 23-jährige wurde schwer verletzt und sofort notoperiert.

Stierkampfplatz_Barcelona

Geschlossen: In dieser früheren Arena in Barcelona sterben keine Stiere mehr, sie wurde zum Einkaufszentrum umgebaut. (Bild: ze)

 

 

 

 

 

SPANIEN LIVE -  Die glorreichen Zeiten des Stierkampfs in Spanien sind schon lange vorbei. Heute bläst den spanischen Toreros der Wind scharf ins Gesicht: Die Proteste wachsen, die Zuschauer bleiben weg, immer mehr Arenen machen zu. Deswegen will Spaniens konservative Regierung das umstrittene Spektakel per Gesetz vor dem Untergang bewahren. Die Konservativen wollen im Parlament das Stiertöten zum „nationalen Kulturerbe“ erklären. Mit diesem Gesetz möchten die Freunde der „corridas“, wie diese Kämpfe auf Spanisch heißen, zugleich regionale Stierkampf-Verbote aushebeln, wie sie etwa seit 2012 im nordspanischen Katalonien gelten.

Protest_Stierkampf_

Stiere ja, Stierkampf nein: Der Protest gegen Spaniens Torero-Kultur wächst. (Bild: an)

 

 

 

 

 

 

SPANIEN LIVE - Früher starben Spaniens Stiere in der Arena durch den Degen des Toreros, heute landen immer mehr Kampfbullen im Schlachthaus. Der umstrittene Stierkampf ist in der Krise: Die Zuschauer bleiben weg und immer mehr Orte wollen kein Geld mehr für „fiestas“ ausgeben, bei denen Tiere zu Tode gequält werden. Nun schloss auch die nordspanische Stadt San Sebastian ihre Arena: „Das Leiden der Tiere darf sich nicht in ein öffentliches Spektakel verwandeln“, erklärte der Bürgermeister Juan Karlos Izagirre.