Kindergarten

Besuch bei den Kleinsten: Viele deutschsprachige Kindergärten sind den Auslandsschulen angegliedert, andere sind unabhängig. (Bild: mec)

SPANIEN LIVE Service – Deutschsprachige Kindergärten, Kindertagesstätten und Vorschulen in Spanien sind privat und müssen deshalb bezahlt werden. Vor allem Eltern, die ihre Kinder für die Aufnahme an einer der deutschen Schulen rüsten wollen oder vielleicht vorhaben, bald wieder in die deutschsprachige Heimat zurückzukehren, nutzen diese Einrichtungen. Viele sind den Schulen angegliedert, andere sind unabhängig.

Alle offiziellen deutschen Schulen haben auch einen Kindergarten. Unterschiedlich sind die Preise und das erforderliche Mindestalter. In Valencia und San Sebastián ist der Kindergarten schon für Zweijährige zugänglich. In Sevilla und Barcelona im dritten Lebensjahr, in Bilbao und Málaga werden erst Kinder, die drei geworden sind, angenommen. Die deutsche Schule in Madrid akzeptiert 4- bis 6-Jährige.

Die deutschen und Schweizer Schulen haben einen Kindergarten - Es werden Anmeldegebühren fällig und jeden Monat mehrere hundert Euro Beitrag

Weitere deutschsprachige Vorschulen für Kinder ab drei Jahren gibt es an den Schweizer Schulen in Madrid und Barcelona. Die Sonnenschule Madrid nimmt Zweieinhalbjährige. Das Kinderparadies in Madrid 2- bis 6-Jährige.

Auf den Kanaren bieten außer den deutschen Schulen auf Teneriffa und Gran Canaria auch das Colegio Heidelberg auf Gran Canaria oder der Kindertreff Kangorooh auf Gomera deutsche Sprache und Pädagogik. Auf Mallorca gibt es zum Beispiel in Palma einen deutschsprachigen Kindergarten.

An Kosten ist mit einmaligen Anmeldegebühren von mehreren hundert Euro und zwischen 300 und 500 Euro pro Monat zu rechnen. Die deutschsprachigen Einrichtungen können halb- oder ganztags besucht werden, es gibt Mittagessen, manchmal auch Sommerlager, um die Kinder sogar während der langen Ferienzeiten unterzubringen. Auch Nachmittagsbetreuung oder Nachhilfe für Schulkinder ist vielerorts vorgesehen.

Das spanische Kinderbetreuungs- und Schulsystem fängt früher an als in Österreich, der Schweiz oder in Deutschland. Schon kurz nach der Geburt können die Babys in die „guardería infantil“ gegeben werden. Etliche berufstätige Mütter nutzen dies, wenn sie gleich wieder arbeiten gehen wollen.

Andere junge Mütter müssen ihren Job aufgeben, weil sie keinen Kindergarten finden oder diesen nicht bezahlen können. Es gibt nur für etwa 30 Prozent der unter Dreijährigen Plätze, die Hälfte davon in öffentlichen die andere Hälfte in privaten Einrichtungen. Bis drei Jahren müssen auch öffentliche Plätze bezahlt werden, ab drei Jahren sind die öffentlichen Vorschulen kostenlos. 

Es gibt auch öffentliche Kindergärten, aber nicht überall genug  - Viele Eltern müssen ihre Kleinen in einer privaten Einrichtung anmelden, was dann mehr kostet

Die freiwillige Vorschule beginnt in Spanien mit drei Jahren, ist oft schon einer Grundschule angeschlossen, und praktisch alle Eltern nehmen diese Gelegenheit wahr, da auch das Anbot der Plätze größer ist. Das führt dazu, dass die spanischen Kinder oft früher mit Zahlen umgehen können als ihre deutschsprachigen Altersgenossen und manchmal auch mit Sprachen – das hängt vom Angebot von Kindergarten und Vorschule ab. Viele private spanische Kindergärten und Vorschulen bieten spielerisches Englischlernen gleich mit an.

Wer das Glück hat, in einem öffentlichen spanischen Kleinkindergarten einen Platz zu finden, spart etwas Kosten - auch wenn die Preise der öffentlichen Einrichtungen durch die Finanznot der Gemeinden stark gestiegen sind. Aber wie etwa in Deutschland gibt es auch in Spanien nicht genügend öffentliche Plätze für alle Familien, die ihre kleinen Kinder unterbringen wollen. In den öffentlichen Horten sind die Gruppen größer, die Zahl der Betreuer pro Gruppe geringer und die pädagogischen Konzepte vielleicht nicht ganz so ausgefeilt.

Aber es gibt in Spanien bisher nur wenige private Eigeninitiativen, also Kinder-Betreuungsgruppen außerhalb der etablierten Einrichtungen. Tagesfamilien oder Tagesmütter sind noch die Ausnahme, auch wenn in letzter Zeit zunehmend „madres de día" ihre Dienste anbieten.Clementine Kügler

 

WIEVIEL KOSTET EIN KINDERGARTENPLATZ IN SPANIEN?

Die Preise für öffentliche Kindergartenplätze für den Nachwuchs bis drei Jahre variieren in Spanien je nach Region: Im Durchschnitt bewegen sich die Preise für öffentliche Plätze in Spanien zwischen 200 und 400 Euro.

Die Tarife sind entsprechend des Einkommens der Eltern gestaffelt. Wer weniger verdient, zahlt auch weniger; gut Verdienende zahlen mehr. Ab drei Jahren ist die öffentliche Vorschule kostenlos.

In privaten Kindergärten und Vorschulen variieren die Monatspreise zwischen 300 und 500 Euro. Ähnliche Preise gelten für die Tagesmütter, welche Kinder bei sich zu Hause betreuen.

SPANIEN LIVE hat eine Liste der deutschen Schulen mit angeschlossenem Kindergarten in Spanien zusammengestellt. ze

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