Mietwagen vergleichen auf Deutschlands größtem Mietwagen-Preisvergleich

El_Hierro_Vulkan_ruht

Bizarr: Der Vulkan mit dem Hauptkrater im Zentrum hat ein neues Lavagebirge im Meer geschaffen. (Bild: ieo)

 

 

 

 

 

 

SPANIEN LIVE - Erleichterung auf den Kanarischen Inseln: Der Unterwasservulkan vor der Kanareninsel El Hierro, der im Oktober 2011 ausgebrochen war und für Unruhe auf den Ferieninseln sorgte, hat sich beruhigt. Die Zivilschutz-Behörden gaben Entwarnung, nachdem die neusten Messungen ergaben, dass kein Magma mehr ins Meer fließt: „Die Eruptionsphase ist beendet.“ Auch der „gelbe“ Alarm auf der Insel, wo die Bevölkerung sich schon auf eine Evakuierung vorbereiten musste, wurde wieder aufgehoben.

Auf El Hierro war nach der Vulkaneruption das Urlaubsgeschäft eingebrochen. Auch weil der Tauchtourismus, eines der wichtigen Standbeine der Insel-Reisebranche, durch den brodelnden Meeresvulkan behindert war. Zudem hatten gesperrte Straßen, geschlossene Badebuchten und die vorübergehende Evakuierung des Urlaubsdorfes La Restinga die Bewegungsfreiheit auf der Insel beschränkt. Auf den anderen Kanarischen Inseln wie Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura, die alle vulkanischen Ursprungs sind, bestand zu keiner Zeit Gefahr.

Der Unterwasservulkan wuchs durch den Lavaausfluss und der Kraterrand befindet sich nun in 88 Meter Wassertiefe

Der Unterwasservulkan war am 10. Oktober 2011 etwa zwei Kilometer vor der südlichen Küste El Hierros explodiert. Der Krater riss 300 Meter unter der Wasseroberfläche auf und hatte einen Durchmesser von mehr als 100 Metern. Durch die ausströmenden Lavamassen wuchs der Vulkanberg in die Höhe, zuletzt befand sich der Kraterrand in 88 Meter Wassertiefe.

Ein riesiger grün-brauner Ascheteppich und schwarze Lavaklumpen trieben monatelang auf dem Meer. Die Inselbewohner hofften sogar, dass eine neue Vulkaninsel aus dem Wasser wachsen könnte, welche sie vielleicht als künftige Touristenattraktion für alle Einbußen entschädigt hätte - dazu kam es nun nicht.

Das Risiko eines weiteren Vulkanausbruches auf El Hierro ist freilich noch nicht ganz ausgeschlossen. Die Messgeräte signalisieren zwar, dass die Vulkanaktivität stark abgenommen hat. Doch es gibt noch regelmäßig kleine Erdbeben, die aber vom Menschen nicht wahrgenommen werden - ausgelöst durch Bewegungen der riesigen unterirdischen Magmablase in 10-20 Kilometer Tiefe.

Der Vulkan ist noch nicht erloschen: Der Magmastrom stoppte, aber im Inneren der Insel, tief in der Erde, rumort es weiter

„Der vulkanische Prozess geht noch weiter“, warnte Carmen Lopez vom Geographischen Institut. Seit Erwachen des Vulkans waren mehr als 12.000 Erdbeben auf der Insel gemessen worden, das heftigste mit einer Stärke von 4,6 auf der Richterskala.

Auf El Hierro, der kleinsten der bei Urlaubern so beliebten Kanarischen Inseln, wohnen etwa 11.000 Menschen. Das Eiland ist mit 270 Quadratkilometern etwas kleiner als der EU-Ministaat Malta im Mittelmeer. El Hierro gilt mit rund einer Million Jahren auf dem Buckel als die jüngste der Kanareninseln, die im Atlantik vor Westafrika liegen.

Auf El Hierro gab es nie Massentourismus wie auf Teneriffa oder Gran Canaria. Es existieren inselweit nur 1300 Touristenbetten. Pro Monat kommen auch in guten Zeiten nicht viel mehr als 2000 bis 3000 Urlauber – vor allem Spanier, Deutsche und Briten, die zum Wandern oder Wassersport anreisen. Ralph Schulze

Fanden Sie diesen Bericht interessant? Dann empfehlen Sie doch bitte SPANIEN LIVE und diesen Artikel weiter!

Mehr zum Thema Kanaren in SPANIEN LIVE, reden Sie mit in Facebook SPANIEN LIVE


Pin It
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste.
Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.