Luftkampf_auf_den_Kanaren

Löschen aus aus der Luft: Hubschrauber und Flugzeuge gehören zu den wichtigsten Waffen beim Kampf gegen die Waldbrände. (Bild: gob)

 

 

 

 

 

SPANIEN LIVE - Auch auf den Kanarischen Inseln sind nun mehrere große Waldbrände ausgebrochen: Am schlimmsten wüteten die Flammen Mitte Juli 2012 auf der beliebten Urlaubsinsel Teneriffa, wo im Südwesten fast 1000 Helfer gegen einen großen Busch- und Waldbrand kämpften, der mehrere Touristenorte bedrohte. Auf den Nachbarinseln La Palma und Gomera brannte es ebenfalls. Mehrere hundert Menschen, darunter auch Urlauber mussten  evakuiert werden.

Das Großfeuer auf Teneriffa hatte sich in der Nähe des Urlaubsortes Adeje sowie des Bergdorfes Vilaflor ausgebreitet und fraß sich durch den Pinienwald am Fuß des Vulkanbergs Teide. Von den beiden Touristenhochburgen Playa de las Americas und Los Cristianos am Meer, wo zehntausende Urlauber ihre Ferien verbringen, waren die dunklen Rauchwolken im Hinterland zu sehen, die sich zuweilen vor die Sonne schoben. An einigen Stränden im Süden und Westen der Insel regnete sogar Asche herunter.

Höllenschlucht in Flammen – Hitzewelle und Wind fachen Feuer an – Kampf aus der Luft mit Hubschraubern und Flugzeugen

Annähernd 3000 Hektar Busch- und Waldland wurden auf Teneriffa bereits ein Raub der Flammen. Das Feuer drang auch in die bei Ausflüglern berühmte Höllenschlucht bei Adeje vor, welche in einem Naturschutzgebiet liegt und zu den spektakulärsten Schluchten sowie Wanderrevieren der Insel gehört. Inzwischen wurde die Löschtruppe durch Soldaten, Hubschrauber und Flugzeuge verstärkt. Eine große Hitzewelle auf den Kanaren und heftiger Wind begünstigte das Ausbreiten der Flammen.

Auf der Nachbarinsel La Palma verbrannten in der Nähe des Bergortes El Paso knapp 1000 Hektar Wald. Auch auf Gomera brannte es zu gleichen Zeit, das Feuer konnte aber schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Große Trockenheit und fehlender Regen im Jahr 2012 erhöhen das Risiko – Mangels Geld weniger Brandschutz in den Wäldern

Auf der kleinsten Kanareninsel El Hierro sind Bewohner und Touristen wegen des Inselvulkans beunruhigt, der sich nach einigen Monaten Ruhe im Sommer 2012 wieder bemerkbar macht: Täglich erschüttern kleine Erdbeben die Insel, auf welcher es bereits von Oktober 2011 bis März 2012 in der Erde heftig rumort hatte; ein Unterwasservulkan hatte damals monatelang Lava ins Meer gespuckt.

Erst Anfang Juli hatte in Spanien der schlimmste Waldbrand seit Jahren an der Costa Blanca in der Nähe Valencias annähernd 50.000 Hektar Wald vernichtet, was etwa der Größe der Baleareninsel Ibiza entspricht. In vielen Regionen Spaniens hat es seit Monaten nicht mehr richtig geregnet. Das Jahr 2012 gilt als eines der trockensten der letzten Jahrzehnte. Hinzu kommt, dass wegen der Finanzkrise des spanischen Staates beim Brandschutz wie bei der Waldpflege gespart wird.

Schlechte Vorzeichen für einen Sommer, in dem viele Wälder knochentrocken sind und einem Pulverfass gleichen. Ralph Schulze

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