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Rauchen

Kippen aus: Auch in Spanien gilt ein strenges Rauchverbot. (Bild: spanienlive.com)

SPANIEN LIVE - 15.02.2012 - Die angekündigte Rebellion fand nicht statt. Nach Verhängung des totalen Rauchverbotes in Spanien hat sich die große spanische Gemeinde der Tabakfreunde ihrem Schicksal gefügt: Es werden nur „wenige Verstöße“ registriert, verkünden zufrieden die Gesundheitsbehörden. Seit Januar 2011 ist in Spanien in Bars, Restaurants und allen anderen geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, das Rauchen verboten. Der Bann des Rauchergesetzes gilt auch für sämtliche touristische Einrichtungen, aber Hotels dürfen Raucherzimmer anbieten.

„Den Tabakkonsum auszurotten, ist eine soziale Dringlichkeit“, sagt Emilio Alba, prominenter spanischer Krebsspezialist. Das gilt besonders für Spanien: Rund ein Viertel aller Spanier über 16 Jahre raucht – vor allem die spanische Jugend greift immer noch bedenklich häufig zum Glimmstängel. Immerhin ist die Zahl der Raucher in den letzten Jahren zurückgegangen, früher qualmte sogar ein Drittel der Bevölkerung. Aber noch sterben etwa 50.000 Menschen jährlich in Spanien an den Folgen des Tabaks.

Urlauber können in den Hotels Nichtraucher-Zimmer verlangen – Ein Teil der Schlafräume kann für Raucher reserviert werden

Nur unter freiem Himmel darf noch ziemlich ungehemmt gepafft werden: Also etwa an den meisten Stränden, auf den Straßen, in Stierkampfarenen, auf dem Fußballplatz (Ausnahme das Camp Nou in Barcelona) und dem Universitätscampus. In Biergärten und auf Restaurant-Terrassen bleibt Rauchen ebenfalls erlaubt. Verboten ist der blaue Dunst jedoch auf Kinderspielplätzen, Schulhöfen und Außengeländen von Krankenhäusern.

Für Touristen ist wichtig zu wissen, dass Hotels bis zu 30 Prozent ihrer Zimmer für Raucher reservieren dürfen. Diese verqualmten Räume können dann aber keineswegs an Nichtraucher vergeben werden. Wer also keinen Tabakgeruch mag, sollte bei der Hotelbuchung ausdrücklich auf einem rauchfreien Zimmer bestehen.

Auch die Gastwirte haben sich beruhigt: Der Umsatzeinbruch blieb aus – Jetzt stehen überall für die Raucher Tische vor der Tür

Auf Spaniens Flughäfen gibt es ebenfalls keine Raucherkabinen mehr, in denen früher stets dichter Nebel herrschte. In öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Bahnhöfen und im Büro oder an anderen geschlossen Arbeitsplätzen sind Zigaretten ohnehin schon länger untersagt. Verstöße gegen Spaniens Anti-Tabakgesetz können mit Strafen von 30 bis zu 600.000 Euro geahndet werden.

Spaniens Wirte, die sich heftig gegen das Rauchverbot gewehrt hatten, sogar den Bankrott nahen sahen, haben einen Ausweg gefunden: Allerorten werden für die Raucher Tische und Stühle vor die Tür gestellt. Mobile Gasheizungen sorgen bei kalten Temperaturen dafür, dass die Tabakfreunde nicht frieren. Übrigens: Den Erhebungen zufolge ist der Umsatz in den Schankwirtschaften durch das Rauchverbot nicht nennenswert zurückgegangen. Ralph Schulze

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