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Auslandskrankenversicherung in Spanien: Im Notfall freut man sich, wenn man in Spanien den richtigen Schutz hat. (Bild: adac)

SPANIEN LIVE Service – Auslandskrankenschutz und Krankenrücktransport in Spanien: Wer zum Urlaub, für ein Praktikum, als Au-pair oder zum Jobben nach Spanien kommt, sollte eine private Auslandskrankenversicherung haben. Mit der europäischen Krankenversicherungskarte, welche deutsche, österreichische und Schweizer Spanienbesucher von der heimischen Krankenkasse bekommen, wird man zwar im Notfall problemlos in Spanien in staatlichen Gesundheitseinrichtungen behandelt. Aber ein Krankenrücktransport oder die oft etwas bequemere Behandlung bei Privatärzten in Spanien ist zum Beispiel damit nicht abgedeckt.

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist für Spanien allein schon deswegen sinnvoll, falls man einen Unfall oder eine schwere Krankheit erleidet und nicht mehr ohne Hilfe heimreisen kann. Ein Ambulanzflug von Mallorca nach Deutschland kostet schnell mehr als 10.000 Euro. Im Falle von Familien mit Kindern kann die Versicherung auch eine erforderliche Notfallbetreuung der Kinder einschließen, wenn Mutter oder Vater im Krankenhaus liegen und die Kinder beaufsichtigt werden müssen. Genauso wie umgekehrt, wenn sich ein Kind im Hospital befindet, unter Umständen auch die Unterkunft einer Begleitperson im Krankenhaus übernommen wird.

 Mit der EU-Versicherungskarte wird man in staatlichen Gesundheitszentren und Krankenhäusern im Notfall kostenlos behandelt

In Sachen Krankenbehandlung sollte man wissen, dass die EU-Versicherungskarte in Spanien nur einen Basisschutz darstellt. Der Umfang des Leistungsanspruchs entspricht dem eines in Spanien gesetzlich Krankenversicherten. Das heißt, man wird mit dieser Karte in staatlichen Gesundheitszentren und Krankenhäusern zwar kostenlos behandelt. Das staatliche Gesundheitssystem ist aber lückenhaft und nicht ganz so komfortabel wie in der Heimat.

Vor allem für Facharztbehandlung und aufwendige Untersuchungen gibt es lästige Wartezeiten. Zahnbehandlung ist nicht inbegriffen. Und in staatlichen Krankenhäusern muss man zuweilen stundenlang in der Notaufnahme warten, bis man dran ist. Manche Patienten müssen, mangels freien Zimmern, erst einmal eine Nacht auf dem Gang verbringen. Die Qualität leidet allgemein unter dem großen Sparzwang des verschuldeten Staates, der kein Geld mehr für Investitionen hat.

 Mit einer Zusatzversicherung kann man gegebenenfalls auch zu einem Privatarzt, was oft problemloser und schneller geht

Mit einem zusätzlichen privaten Krankenschutz in der Tasche kann man hingegen jederzeit und je nach Lage zwischen der staatlichen und der privaten Gesundheitsversorgung wählen. Privatärzte und private Kliniken, die es überall im Land gibt, funktionieren oft reibungsloser und man kommt schneller zur Untersuchung. Zudem sind die meisten deutschen oder deutschsprachigen Mediziner in den Urlaubshochburgen etwa auf Mallorca, den Kanaren oder an der Mittelmeerküste Privatärzte. Auch Zuzahlungen für ärztlich verordnete Medikamente werden oft übernommen.

Wer ohnehin in der Heimat eine private Krankenversicherung hat, ist damit normalerweise auch im europäischen Ausland für privatärztliche Behandlung abgesichert. Der Krankenrücktransport ist allerdings meist nicht automatisch eingeschlossen, sondern muss extra vereinbart und mit einem höheren Tarif bezahlt werden.

Die Stiftung Warentest hat festgestellt, dass es beim Auslandsreise-Krankenschutz erhebliche Unterschiede in Sachen Versicherungstarife und Leistungspakete gibt. Die Tester urteilen aber auch: Ein sehr guter Reiseschutz ist nicht teuer. Bei einem Versicherungstest kam heraus, dass sich eine Familie mit einer sehr guten Police schon für rund 20 Euro im Jahr versichern kann, eine Einzelperson für etwa 10 Euro. Angesichts dieser günstigen Angebote sollten gesetzlich Krankenversicherte für Auslandsreisen immer eine private Reisekrankenversicherung abschließen.

 Die Verbraucherschützer empfehlen: Leistungen und Tarife vergleichen - Nicht jede Versicherung holt den kranken Patienten auch tatsächlich nach Hause

Beim Vergleichen sollten die Verbraucher die Bedingungen für Krankenrücktransporte jedoch genau prüfen. Manche Versicherer übernehmen die teuren Ambulanzflüge nur, wenn die Verlegung des Patienten in die Heimat aus medizinischen Gründen absolut notwendig ist, um versorgt zu werden. Andere garantieren, den Patienten bei Transportfähigkeit „auf jeden Fall“ nach Hause zu holen. Auch gibt es zuweilen Leistungsausschlüsse etwa bei Vorerkrankungen oder in Sachen Höchstalter.

Übrigens schließen auch Kreditkarten der gehobenen Klasse, KFZ-Schutzbriefe oder Mitgliedschaften in Automobilklubs wie dem ADAC zuweilen einen Auslandskrankenschutz samt Rücktransport ein. Aber auch hier, raten die Verbraucherschützer, müsse man sorgfältig prüfen, ob die Konditionen ausreichend seien. red

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