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Neue_Residentenkarte_Spanien

Die kleinformatige Greencard für EU-Residenten und Schweizer Residenten in Spanien: Sie löste das unförmige A4-Zertifikat des spanischen Ausländerregisters ab.

SPANIEN LIVE Service – Ausländische EU-Residenten und Schweizer Residenten bekamen früher eine blaue Residentenkarte, die als Ausweis diente. Dann wurde die blaue Karte durch ein grünes DIN-A4-Ausländerzertifikat abgelöst, das unpraktisch und entsprechend unbeliebt war. Und schließlich schrumpfte das großformatige Zertifikat zu einer kleinen grüne Karte. Auch wenn die grüne Karte kein Foto hat und somit nicht als Ausweis dient: Immerhin ist sie ein Fortschritt verglichen mit dem unpraktischen A4-Blatt.

Auf der grünen Karte wird die NIE (número de identidad de extranjero) bescheinigt, die man für den Kampf mit der spanischen Bürokratie ständig braucht. Und es werden die Personaldaten wie Adresse, Geburtsdatum und Nationalität bestätigt.

Zertifikat_des_Auslaenderregisters

Das unbeliebte große Zertikat, das die Eintragung ins Register bestätigte - hier ein Ausschnitt aus dem Din-A4-Blatt.

 

 

 

 

Die Mallorca- und Kanaren-Residenten müssen die Ausländer-Bescheinigung jedes Mal zusammen mt einem amtlichen Ausweis vorlegen, wenn sie den staatlichen Residenten-Rabatt für ein Schiffs- oder Flugticket haben wollen. Die Insel-Residenten bekommen auf die Flüge und Fähr-Reisen zwischen den Inseln und dem spanischen Festland 50 Prozent Nachlass. 

Wer Glück hat und seine alte blaue Residenten-Karte noch besitzt, kann sich damit in der Regel problemlos ausweisen

Zuständig sind für die „Greencard“  die jeweiligen Ausländer- und Grenzbehörden der Nationalpolizei (comisaría general de extranjería y fronteras de la policía nacional) in allen größeren Städten.

Wer übrigens als europäischer Resident noch eine gültige blaue „tarjeta de residencia“ hat, kann sie weiterhin benutzen, aber nicht erneuern. Alle neuen Antragsteller erhalten nun die kleine grüne Karte.

 

tarjeta_de_residencia

Die gute alte blaue Residentenkarte (Muster). Sie wird nicht mehr verlängert.

 

 

 

 

 

 

Nicht wenige Residenten laufen weiterhin mit ihrer abgelaufenen blauen „residencia“ herum und weisen sich damit, etwa bei Kreditkarten-Bezahlung, auch erfolgreich aus. Die blaue Residenten-Karte musste zwar eigentlich bei Ausstellung des grünen Residenten-Zertifikates abgegeben werden. Aber mit einer Ausrede wie etwa „Die Karte habe ich zu Hause vergessen“ kam man zuweilen durch.    

Das zur grünen Karte geschrumpfte Ausländer-Zertifikat passt nun immerhin in die Brieftasche, ist aber offiziell kein Ausweis

Immerhin passt das zur grünen Karte geschrumpfte Residenten-Zertifikat zu allen anderen „tarjetas“ in die Brieftasche oder den Geldbeutel und ist stabiler. Ein guter Schritt also. Doch auch das kleine praktische Kärtchen ist mangels Foto kein vollwertiger Ersatz der früheren Residenten-Karte und dient nicht als Ausweis.

Die deutschen, österreichischen oder schweizerischen Residenten müssen also theoretisch innerhalb Spaniens ihren Reisepass oder Personalausweis dabei haben. In der Praxis reicht jedoch meistens der Führerschein, der ja ein Foto hat und die Identität bestätigt - aber verlassen kann man sich darauf nicht.

Wann kommt endlich ein richtiger scheckkartengroßer europäischer Personalausweis? – Das bleibt wohl noch Zukunftsmusik

Statt also das DIN-A4-Papierblatt auf eine Plastikkarte zu verkleinern, wäre es gut gewesen, man hätte endlich eine wirkliche europäische Ausweis-Karte geschaffen. Aber das wird wohl noch ein bisschen dauern...

Übrigens: Wer nicht in Spanien lebt und die NIE etwa für die Abwicklung von Immobiliengeschäften, Erbangelegenheiten oder wirtschaftliche Tätigkeiten braucht, kann diese Identifikationsnummer, die zugleich Steuernummer ist, auch beim nächstgelegenen spanischen Konsulat beantragen. red

 

Zur Sache: Wann und wo muss ich mich anmelden?

ANMELDUNG, MELDEPFLICHT UND NIE-NUMMER IN SPANIEN: Bei einem Aufenthalt von unter drei Monaten gibt es für Spanien-Besucher aus der EU wie auch der Schweiz keine Meldepflicht, es reicht ein gültiger Pass oder Personalausweis.

Wer länger als drei Monate in Spanien bleibt, muss sich beim spanischen Einwohnermeldeamt (ayuntamiento) des Wohnortes anmelden (empadronamiento). Dazu ist in der Regel der Pass und der Nachweis eines Wohnsitzes in der Gemeinde (z.B. Mietvertrag) notwendig.

Zudem müssen sich jene europäischen Ausländer, die sich länger als drei Monate in Spanien aufhalten, bei der Ausländerpolizei in das zentrale Ausländerregister eintragen. Dort erhalten sie ein Zertifikat in Form der kleinen grünen Karte über die Eintragung mit der NIE ( der Ausländer-Identitäts-Nummer), die für das Alltagsleben in Spanien (z.B. für Vertragsabschlüsse, Steuererklärung, Sozialversicherung) unverzichtbar ist.

Wer nicht seinen Lebensmittelpunkt nach Spanien verlegt, kann auch nur die NIE-Nummer (also ohne das Ausländerzertifikat) beantragen. Die NIE reicht, um zum Beispiel Grundstücksgeschäfte oder Erbangelegenheiten in Spanien zu regeln. Das Ausländerzertifikat, so warnen Steuerexperten, könnte vom spanischen Finanzamt als Hinweis darauf gewertet werden, dass sich auch der steuerliche Sitz in Spanien befindet. red

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