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Spanien Anmeldung NIE Residencia Ausländerregister

Die richtigen Papiere dabei? Wer sich weniger als drei Monate in Spanien aufhält, braucht nur den Personalausweis oder Reisepass. Wer länger bleiben will, muss sich anmelden. (Bild: pn) 

SPANIEN LIVE Service – Welche Dokumente brauche ich für eine Einreise in Spanien? Benötige ich in Spanien eine Aufenthaltserlaubnis? Muss ich mich in Spanien anmelden? Brauche ich in Spanien eine Arbeitsgenehmigung? Wofür benötigte ich in Spanien eine NIE, die Ausländeridentitätsnummer? Was ist eine Residencia oder Residentenkarte? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es im nachfolgenden Bericht, in dem wir alle Formalitäten zum Aufenthalt und zur Anmeldung in Spanien erklären:

 

Welche Papiere brauchen EU-Bürger und Schweizer, um in Spanien Urlaub zu machen oder um in Spanien zu leben bzw. zu arbeiten?

Bei einem Spanienaufenthalt von unter drei Monaten: Wer sich weniger als drei Monate in Spanien aufhält, etwa für einen Urlaub, benötigt lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Bei derartigen Kurzaufenthalten besteht keine Meldepflicht und man braucht auch keine Aufenthaltsgenehmigung. Aber man sollte abgesehen vom Ausweis auch die Europäische Krankenversicherungskarte nicht vergessen, mit der man im Notfall Zugang zur Behandlung in einem öffentlichen Gesundheitszentrum oder Krankenhaus hat.

Hinweis für Minderjährige: Bei Reisen von Minderjährigen, die ohne Eltern in Spanien unterwegs sind, ist neben dem Ausweis oder Reisepass die Mitnahme einer handschriftlichen Erlaubnis der Eltern (auf Deutsch und Spanisch) empfehlenswert, in der auch das Ziel der Reise angegeben wird. Zudem ist eine Reisepasskopie der Erziehungsberechtigten sinnvoll.

Bei einem Spanienaufenthalt von über drei Monaten: Wer sich länger als drei Monate in Spanien aufhält, weil er etwa in Spanien studiert oder dort längere Zeit arbeiten oder leben will, muss sich beim spanischen Einwohnermeldeamt seines Wohnortes anmelden. Diese Anmeldung heißt auf Spanisch „empadronamiento“. Das Einwohnermeldeamt ist üblicherweise im Rathaus des jeweiligen Wohnortes angesiedelt.

Zudem ist man bei einem mehr als dreimonatigen Spanienaufenthalt verpflichtet, sich ins Ausländerzentralregister eintragen zu lassen, womit man dann automatisch eine Ausländeridentätsnummer, die NIE, ausgestellt bekommt.

Bei einem Arbeitsaufenthalt in Spanien: EU-Bürger und Schweizer benötigen in Spanien keine Arbeitsgenehmigungen. Also auch für ein Praktikum, einen Au-Pair-Aufenthalt, einen befristeten oder festen Job sind keine Genehmigungen notwendig. Allerdings können andere Behördengänge und Dokumente bei einer Arbeitsaufnahme in Spanien notwendig werden (etwa für das Einwohnermeldeamt, das Ausländerregister, das Finanzamt, die Sozialversicherung und das öffentliche Gesundheitssystem).

 

Wo und wie melde ich mich in Spanien an?

Einwohnermeldeamt: Für die Anmeldung beim örtlichen Einwohnermeldeamt sind in der Regel ein gültiger Ausweis (Reisepass/Personalausweis) und der Nachweis eines Wohnsitzes notwendig. Als Nachweis kann etwa ein Miet- oder Untermietvertrag oder der Nachweis über Grundeigentum dienen. Zudem muss ein Anmeldeformular ausgefüllt werden, das man meist online herunterladen und in Ruhe zu Hause ausfüllen kann.

Ausländerregister: Ausländer, die länger als drei Monate in Spanien ihren Wohnsitz haben, müssen sich laut Gesetz beim staatlichen Ausländerzentralregister (Registro Central de Extranjeros) anmelden. Dies muss, nach den Bestimmungen, spätestens drei Monate nach der Einreise geschehen (auch wenn dies für die Behörden kaum nachprüfbar ist). Diese Eintragung erfolgt beim zuständigen Ausländeramt (Oficina de Extranjeros) beziehungsweise bei der Ausländerpolizei (Policía de Extranjeros). Wo die zuständige Ausländerbehörde angesiedelt ist, kann man übers Internet oder über das Rathaus des Wohnortes herausfinden. Die notwendigen Antragsformulare können meist online heruntergeladen werden. Bei der Antragstellung helfen auch Beratungsbüros (gestorías), die sich ihre Dienstleistung aber bezahlen lassen.

 

NIE und Residencia

Wenn man sich im Ausländerregister als in Spanien lebender Resident angemeldet hat, bekommt man eine Bescheinigung in Form einer grünen Karte. Dieses Ausländerzertifikat wird umgangssprachlich auch „Residencia“ oder Residentenkarte genannt. Auf dieser Karte ist dann auch die Ausländerindentitätsnummer (Número de Identidad de Extranjero), kurz NIE genannt, aufgedruckt.

Die NIE ist für das Alltagsleben in Spanien unverzichtbar, denn ohne diese Nummer läuft praktisch nichts in Spanien. Die NIE braucht man zum Beispiel zur Eröffnung eines spanischen Bankkontos, zum Abschluss eines Telefonvertrags, für die Anmeldung bei der staatlichen Krankenversicherung, Renten- und Arbeitslosenversicherung und beim Finanzamt. Aber auch zum Erwerb von Immobilien, für Erbschaften oder für wirtschaftliche Aktivitäten in Spanien.

 

Kann die Residencia auch abgelehnt werden?

Theoretisch ja: Jeder Antragsteller muss eine Krankenversicherung und ein Einkommen bzw. ausreichende Ersparnisse nachweisen, die sicherstellen, dass man dem spanischen Staat nicht auf der Tasche liegt. 

 

Kann ich die NIE-Nummer auch aus dem Ausland beantragen?

Dies ist nur möglich, soweit man keinen Wohnsitz in Spanien hat und auch nicht vorhat, in Spanien länger als drei Monate zu leben. In diesem Falle kann die NIE bei jenem spanischen Konsulat (etwa in Deutschland) beantragt werden, in dessen Konsulatsbezirk der Antragsteller wohnt. Diese Regel ist für Bürger gedacht, welche die spanische NIE nur für geschäftliche, berufliche oder andere Tätigkeiten in Spanien benötigen (etwa für einen Wohnungs- oder Hauskauf) ohne selbst in Spanien zu leben. 

Auch wer eine NIE für einen befristeten Job oder eine kurze Ausbildungstätigkeit benötigt mit einer Dauer von weniger als drei Monaten, kann diese Ausländeridentitätsnummer in seinem Heimatland über das zuständige Konsulat beantragen. In diesem Fall muss man einen vom Arbeitgeber oder der Bildungseinrichtung auf Spanisch verfassten Nachweis mit Angabe der beabsichtigten Tätigkeit und der genauen Aufenthaltsdauer vorlegen.

Achtung: Wer seinen Wohnsitz bereits in Spanien hat oder beabsichtigt, länger als drei Monate dort zu leben, muss die NIE immer in Spanien bei der zuständigen staatlichen Ausländerbehörde beantragen.

 

Zusammenfassung

Bei einem Spanienaufenthalt von weniger als drei Monaten, etwa für eine Urlaubsreise, reicht ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Bei Kurzaufenthalten, die weniger als drei Monate dauern, besteht keine Meldepflicht und man braucht auch keine Aufenthaltsgenehmigung. Wer sich länger als drei Monate in Spanien aufhält, muss sich beim spanischen Einwohnermeldeamt seines Wohnortes anmelden. Zudem ist bei längeren Aufenthalten eine Eintragung ins Ausländerzentralregister vorgeschrieben. red

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